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Wissenslücken beim Thema Asthma

Wissenslücken beim Thema Asthma

Wissenslücken beim Thema Asthma

Weltweit leiden rund 300 Millionen Menschen unter Asthma bronchiale. Doch das Wissen über die chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung ist häufig lückenhaft. Viele unterschätzen die Krankheit Asthma und die Belastungen, die sie für Betroffene mit sich bringt. Dies zeigen Ergebnisse einer bundesweiten, repräsentativen Umfrage von AstraZeneca mit etwa 1000 Teilnehmern. Die wichtigsten Punkte:

Wieviele Asthmatiker:innen gibt es in Deutschland?

Hierzulande leben etwa 8,35 Millionen Menschen mit Asthma. Diese Zahl ist nur einer Minderheit der Befragten bekannt – mehr als die Hälfte unterschätzt sie. Bei den häufigsten Ursachen für die Erkrankung hingegen tippen die meisten Teilnehmer:innen der Umfrage richtig: Es sind die drei Faktoren Allergien, Rauchen und Luftverschmutzung.

Unter welchen Symptomen leiden Betroffene?

Die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) kann nicht sagen, bei welchen konkreten Beschwerden man von schwerem Asthma spricht. Atemnot gehört zu den Symptomen, die rund ein Viertel der Teilnehmer:innen in diesem Zusammenhang korrekt nennt. Nur zwei Prozent wissen, dass schweres Asthma bereits bei leichten Anstrengungen zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen kann.

Welche Formen von Asthma sind öffentlich bekannt?

Aus einer Liste mit verschiedenen Formen von Asthma sollten die Befragten diejenigen heraussuchen, von denen sie bereits gehört hatten. Das allergische Asthma ist dabei den meisten (57 Prozent) ein Begriff. Andere Asthma-Formen, wie beispielsweise Eosinophiles Asthma, sind nur wenigen bekannt (5 Prozent). Mehr als ein Drittel (37 Prozent) kann mit keiner der genannten Varianten etwas anfangen.

Wie lange dauert es bis zur Asthma-Diagnose?

Der Weg vom ersten Arztbesuch bis zur Diagnose Asthma ist oft langwierig. Im Durchschnitt dauert es etwa neun Monate, bis Betroffene Gewissheit haben. Das ist öffentlich wenig bekannt: Bei der Umfrage haben 78 Prozent der Befragten angenommen, dass die korrekte Diagnose deutlich schneller feststeht.

Und wie ist das mit den Kortisontabletten?

Dass die langfristige Einnahme von Kortisontabletten schwere Nebenwirkungen auslösen kann, ist den meisten Befragten bekannt (63 Prozent). Medizinische Fachgesellschaften empfehlen die Tabletten bei der Asthma-Therapie nur noch in akuten Ausnahmefällen. Für die langfristige Behandlung sehen die Leitlinien bei schwerem Asthma den Einsatz sogenannter Biologika vor. Was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt, ist jedoch nur wenigen Teilnehmer:innen der Umfrage bekannt: Lediglich acht Prozent wissen, dass es sich bei einem Biologikum um eine Antikörpertherapie handelt.

Hintergrund: Biologika wirken gezielt, indem sie bestimmte Prozesse im Körper beeinflussen. Im Falle des eosinophilen Asthmas reduzieren sie beispielsweise die eosinophilen Granulozyten, eine bestimmte Form weißer Blutkörperchen, die in zu hoher Zahl Entzündungen verursachen können. Die Antikörper werden bei schwerem Asthma zusätzlich zu bereits genutzten Behandlungen (wie bronchienerweiternde Medikamente zum Inhalieren) eingesetzt.

Gut aufgeklärt beim Thema Asthma und Sport

Beim Thema Sport konnten die Teilnehmer:innen der Umfrage mit Wissen punkten: Knapp 85 Prozent sind der Meinung, dass auch Menschen mit Asthma körperlich aktiv sein sollten – und liegen damit genau richtig! Denn moderates Training kann dabei helfen, das Herz-Kreislauf-System und die Lunge zu stärken und somit die Belastbarkeit im Alltag zu steigern. Daher raten Expert:innen Menschen mit Asthma zu regelmäßiger Bewegung. Dazu gibt es auch spezielle Trainingsprogramme, wie zum Beispiel in der kostenfreien App „Atemwege gemeinsam gehen“ mit Doppel-Olympiasiegerin Heike Drechsler (erhältlich im Apple App-Store und im Google-Play-Store).

Weitere Infos zum Thema Asthma finden Sie unter www.eosinophiles-asthma.de