MENÜ
Das DON informiert: Hilfe für Patient Knie

Das DON informiert: Hilfe für Patient Knie

Das DON informiert: Hilfe für Patient Knie

Mitten im Bein sitzt der Schwerstarbeiter unter den Gelenken: das Knie. Rund eine Million Mal muss es sich im Jahr strecken und beugen. Keines unserer Gelenke ist größer, keines komplizierter gebaut. Dank Knorpelmasse und Gelenkflüssigkeit läuft es wie geschmiert – wenn es denn läuft. Für viele Betroffene ist jedoch genau das Laufen eine Qual, weil ihre Knie regelmäßig schmerzen.

Wenn Physiotherapie und Schmerzmittel dann nicht mehr ausreichen, wird häufig zu einem künstlichen Gelenk geraten. Doch so weit muss es nicht kommen.
Ein probates Mittel, um eine drohende OP zu umgehen, können vom Arzt verabreichte Injektionen mit Hyaluronsäure sein. Die Schmerzen lassen nach, Bewegung wird wieder möglich. Das ist wichtig, denn Experten raten selbst bei bestehender Arthrose zu körperlicher Aktivität – wenn die Gelenke dabei kaum belastet werden.

Nun ist ein neues Produkt auf dem Markt, das viele hoffen lässt: die Doppelkammerspritze von Renehavis. Das Besondere daran: Im Gegensatz zur üblichen Einkammerspritze stecken darin gleich zwei Hyaluronsäuren. In der ersten Kammer befindet sich eine spezielle kurzkettige Hyaluronsäure, die den Knorpel mit wichtigen Nährstoffen versorgt und damit die Gelenkschmierproduktion wieder anschiebt. Sie wirkt entzündungshemmend, sodass auf Kortison verzichtet werden kann. Die zweite Kammer enthält eine spezielle langkettige Hyaluronsäure, die oberflächliche Knorpelaufbrüche abmildert.

Studien belegen Wirkung

Studien zeigen, dass bei der Doppelkammerspritze die Schmerzen schneller und deutlicher zurückgehen als bei Einkammerspritzen – häufig sogar bis zur kompletten Schmerzbefreiung. Der Effekt hält auch länger an. Dabei ist es egal, in welchem Stadium der Arthrose sich das Gelenk gerade befindet, selbst wenn bereits Gelenkknochen aufeinander reiben oder vorherige Behandlungen mit Hyaluronsäure wirkungslos geblieben sind.

Die Spritze kann eine Alternative für Patienten sein, die eine Gelenk-OP vermeiden wollen. Zwei bis drei Injektionen in einer zertifizierten Praxis sind zunächst nötig – und je nach Behandlungsziel weitere. Die Kosten von 248 Euro pro Spritze übernehmen bisher nur private Kassen.

Das Deutsche Orthopädie Netzwerk (DON) bietet zu Gelenkerkrankungen eine kostenlose Hotline an unter Tel. 0800-6738411, Mo-Fr. von 10-15 Uhr. www.dononline.de