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Alternative zur Gebärmutterentfernung: Die Goldnetzmethode

Alternative zur Gebärmutterentfernung: Die Goldnetzmethode

Alternative zur Gebärmutterentfernung: Die Goldnetzmethode

Die Entfernung der Gebärmutter gehört zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen in Deutschland. Der Grund für die sogenannte Hysterektomie sind oft starke, lang anhaltende Regelblutungen (Menorrhagie). Doch für deren Behandlung ist ein so radikaler Eingriff nicht immer nötig: Eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) bietet in vielen Fällen eine Alternative.

Mehr Lebensqualität

„Zu den möglichen Ursachen einer Menorrhagie gehören unter anderem Polypen, Myome oder ein Ungleichgewicht der Hormone. Werden diese behandelt, spielt sich die Periode häufig wieder ein“, sagt Dr. Rüdiger Söder, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe aus Mainz. Doch auch wenn der Arzt keine eindeutige Ursache feststellen kann, kann vielen Frauen mit einer Endometriumablation geholfen werden. Bei einer modernen Variante nutzt der Arzt zum Beispiel ein Goldnetz, um die Gebärmutterschleimhaut mittels Hitze zu veröden. Der minimal-invasive Eingriff wird durch den Gebärmutterhals vorgenommen: Das Goldnetz wird in die Gebärmutterhöhle eingeführt und dort entfaltet, sodass es sich an die Schleimhaut anschmiegt. Deren Verödung erfolgt mittels elektrischer Energie, die das Netz rund 90 Sekunden lang durchfließt. „Die Gebärmutter kann so erhalten bleiben.“ Weitere Informationen: https://www.starke-regelblutung.com/frauengesundheit
Über 90 Prozent der Patientinnen leiden nach dem Eingriff nicht mehr unter ihrer zuvor starken Periode. Das bedeutet für die Frauen einen Gewinn an Lebensqualität. Voraussetzung für eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut ist jedoch, dass die Familienplanung der Patientin bereits abgeschlossen ist. Denn nach dem Eingriff ist eine Schwangerschaft mit Risiken für Mutter und Kind verbunden und muss vermieden werden. Eine gewissenhafte Verhütung ist daher auch hinterher wichtig.

Schnell wieder fit

„Bei der Verödung der Schleimhaut bleibt die Gebärmutter selbst erhalten. Auf diese Weise lassen sich auch mögliche Komplikationen vermeiden, die mit einer Entfernung des Organs einhergehen können – zum Beispiel Verwachsungen im Bauchraum, die Schmerzen und Darmkrämpfe auslösen können“, sagt Dr. Söder. Weiterer Vorteil: Die meisten Frauen haben direkt nach dem Eingriff nur geringe Beschwerden und sind bereits in den nächsten Tagen wieder fit für den Alltag. Nach einer Gebärmutterentfernung hingegen kann die Genesung mehrere Wochen dauern.