MENÜ
Glioblastom-Therapie: Für eine bessere Prognose

Glioblastom-Therapie: Für eine bessere Prognose

Glioblastom-Therapie:  Für eine bessere Prognose

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 7.000 Menschen an einem Tumor des Gehirns. Der Welt-Hirntumortag am Mittwoch, 8. Juni, soll über die Krankheit informieren und auf die Situation von Patientinnen und Patienten aufmerksam machen.

Experten unterscheiden verschiedene Arten von Hirntumoren. Eine häufig auftretende Gruppe sind die sogenannten Gliome. Zu ihnen gehört auch das Glioblastom, an dem jährlich rund drei von 100.000 Menschen neu erkranken. Bei Männern tritt der bösartige Tumor etwas häufiger auf als bei Frauen. Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen 55 und 65 Jahren – grundsätzlich können jedoch Menschen in jedem Alter betroffen sein.

Das Glioblastom zeichnet sich unter anderem durch sein aggressives Wachstum aus: Der Tumor kann schnell tief in gesundes Hirngewebe hineinwachsen. Bemerkbar macht sich die Erkrankung häufig zunächst beispielsweise durch Sehstörungen oder Schwindel. Außerdem können plötzliche epileptische Anfälle, Lähmungen oder Sprachstörungen auftreten.

Wie wird behandelt?

Bislang ist das Glioblastom nicht heilbar. Mit der richtigen Therapie jedoch kann die Überlebenszeit der Patienten verlängert werden. In der Regel umfasst die Behandlung mehrere Stufen. Zunächst erfolgt eine Operation. Doch der Übergang zwischen Tumor und gesundem Gewebe ist fließend, daher kann das Glioblastom operativ meist nicht komplett entfernt werden. In Stufe zwei folgt nach der Operation eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie.

Begleitend zur anschließenden Erhaltungstherapie kann die Behandlung mit Tumor Treating Fields (TTFields) eine Option sein. Bei dieser Therapie erzeugt ein kleines tragbares Gerät elektrische Wechselfelder mit ganz bestimmten Frequenzen, die über Arrays auf der Kopfhaut an den Tumor abgegeben werden. Dadurch wird die Zellteilung der Tumorzellen gezielt beeinträchtigt. TTFields führen zu einer gezielten Hemmung des Tumorwachstums. Durch die Behandlung können Tumorzellen auch absterben.

Eine internationale Studie mit 695 Glioblastom-Patienten zeigte, dass die zusätzliche Behandlung mit TTFields das Überleben der Patienten signifikant verlängerte. Die Kosten für diese Therapie werden beim neu diagnostizierten Glioblastom in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Das Ziel: lange Phasen der Stabilität

Bevor eine echte Heilung von Glioblastomen möglich wird, wird noch viel Forschung und Arbeit nötig sein. Daher verfolgen Experten heute das Ziel, mithilfe der richtigen Therapie möglichst lange Phasen der Stabilität zu erreichen, in denen der Patient weitgehend normal weiterleben kann. Weitere Informationen unter www.glioblastom.de